ClimbAbility – Klettern für jedes Kind!

ClimbAbility – Klettern für jedes Kind!
21. November 2025 Steffi

ClimbAbility – inklusives Klettern für Kinder ist eine Initiative, die sich dafür einsetzt, dass Klettern und Bouldern für alle Kinder zugänglich ist – auch für jene mit Autismus, ADHS oder psychischen Entwicklungsstörungen. Unser Ziel ist es, Klettern zu einem wirklich inklusiven Sport zu machen und Barrieren abzubauen, damit jedes Kind Freude an Bewegung erleben kann.

Was wir erreichen wollen

Im Mittelpunkt von ClimbAbility steht die Entwicklung von inklusiven Kletterangeboten, die sowohl sicher als auch motivierend sind. Wir möchten Kindern mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit geben, ihre körperlichen, sozialen und emotionalen Fähigkeiten beim Klettern spielerisch zu stärken. Gleichzeitig sensibilisieren wir Kletterhallen und Vereine dafür, wie wichtig Chancengleichheit im Sport ist.

Unsere Ansätze im Überblick

  • Ausbildung von Trainer:innen, Hallenpersonal und Betreuungspersonen: Wir entwickeln praxisorientierte Workshops, damit Klettertrainer:innen und Hallenteams gut vorbereitet sind, Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu begleiten.

  • Barrierearme Kletterbereiche: ClimbAbility unterstützt Kletterhallen dabei, ein Bewusstsein für einladende und offene Bereiche zu entwickeln, in denen sich jedes Kind wohlfühlt.

  • Bereitstellung von praxisnahen Schulungsmaterialien:

  • Chancengleichheit im Sport: Unser Ziel ist eine starke Gemeinschaft, die Inklusion im Sport aktiv fördert.

Partnerschaft mit drei Kletterhallen und drei Ländern

ClimbAbility ist eine Kooperation zwischen dem Boulderclub Sportverein (Österreich), Klajmber & Ourea (Slowenien) und Block Barock (Deutschland). Seit fast einem Jahr arbeiten wir gemeinsam an daran, den Bedarf zu analysieren, Schulungsmaterial zu entwickeln und ein Pilotprogramm durchzuführen. Das zweitägige Meeting zum Projektstart in Maribor legte den Grundstein für unsere weiteren Schritte. Danke an dieser Stelle auch an alle für die gute Zusammenarbeit!

Pilot-Testprogramm im Boulderclub

Am 4. Oktober fand im Boulderclub das erste ClimbAbility Pilot-Testprogramm statt. Dabei konnten wir die ersten inklusiven Klettereinheiten erleben: voller Freude, Motivation und wertvollen neuen Impulsen für die zukünftige Arbeit. Die positiven Rückmeldungen bestätigen, wie wichtig solche Angebote sind.

Im Rahmen des Spiders Cup am 18.10. wurden das Projekt und der Pilot-Workshop vorgestellt. Das Ziel war es, die Erfahrungen, Ergebnisse und Best Practices mit einem breiteren Publikum zu teilen und gleichzeitig das Bewusstsein für die Bedeutung von inklusivem Klettern für Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu schärfen.

ClimbAbility Bildungsprogramm – Trainingshandbuch

In acht Modulen vermittelt das ClimbAbility Programm Trainer:innen, Mitarbeiter:innen von Kletterhallen und Betreuungspersonen praktische Werkzeuge, evidenzbasierte Strategien und Reflexionsübungen, die Kletterumgebungen in Orte verwandeln, an denen sich jedes Kind optimal entwickeln kann. Durch die Integration von Prinzipien des universellen Designs, der emotionalen Sicherheit, der Anpassungsfähigkeit und der Zusammenarbeit fördert ClimbAbility einen Perspektivenwechsel: Unterschiede werden nicht mehr als Hindernisse, sondern als Chancen für Wachstum und Vernetzung betrachtet.

Inklusives Klettern ist kein Ziel, sondern ein fortlaufender Prozess. Es erfordert Neugier, Reflexion und Anpassungsfähigkeit. Jede Trainingseinheit, jede Begegnung und jede kleine Anpassung trägt zu einer umfassenderen Kultur der Barrierefreiheit bei – einer Kultur, in der neurodiverse Kinder und ihre Altersgenossen Herausforderungen, Erfolge und Freude auf ihre eigene Weise erleben können. Die Vision von ClimbAbility ist einfach, aber wirkungsvoll: sicherzustellen, dass kein Kind ausgeschlossen wird.

Hier könnt ihr das Trainingshandbuch zum Bildungsprogramm downloaden: DE ClimbAbility booklet

Ein großes Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Unterstützerinnen – und an Erasmus+, die dieses Projekt möglich machen.

 

Mehr Infos zum Projekt findet ihr auf der ClimbAbility Website, auf Facebook oder Instagram.